Am Mittwoch abend bin ich zum Vorspieltermin der Bratschen ins Second Student Activity Center, genau am anderen Ende vom Campus gehetzt. Nach einem kurzen Einspielen (und drei beinahe bratschenlosen Monaten) durfte ich eine Es-Dur-Tonleiter, zwei Orchesterstellen vom Blatt und ein selbstgewähltes Stück, in meinem Fall die Allemande aus der Vierten Cellosuite von Bach, zum Besten geben. Bangend, ob die Überraschung, dass eine chinesischsprechende Ausländerin dem Orchester beizutreten gedachte, über unperfekte Technik hinwegtäuschen könnte, radelte ich zurück ins Wohnheim. Und am nächsten Tag konnte ich dann im Telnet (Kommunikationsplattform Nr. 1 an der Taida) lesen: Reingekommen!!!
Gestern abend war Wohnheimssitzung, wovon ich leider auch keine Bilder habe. Die Hausordnung wurden pro forma noch mal bekannt gegeben. Alle mapften fleissig bereitgestellte Pizza und Popkorn, und niemand erhob Einspruch dagegen, dass bei Regelverstößen Name und Zimmernummer ans Schwarze Brett kommen. Und auch nicht dagegen, dass die fiesen Jungs aus Zimmer 730, die verbotenerweise im Waschraum Tintenfisch gegrillt haben, mit 8 Stunden Arbeitsdienst bestraft werden.
Heute habe ich dann noch mal in einen Kurs zu Kognitiver Linguistik und eine Einführung in die Spracherkennung reingehört. Sehr schwierig, weil: beides so tolle Kurse, aber eigentlich mache ich schon genug. Aber der Spracherkennungsprof ist witzig. Er ist sehr sehr klein, hat weiße Haare, und lässt Beamer und Laptop nur von seinen Tutoren anfassen und macht ständig ziemlich lustige Aussprüche, verzieht aber dabei keine einzige Miene.
Heute abend hatte ich noch ein Tischtennismatch mit zwei Chinesen von meinem Stockwerk. Ich hab drei mal (knapp!!) verloren, und einmal gewonnen.
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